Wenn Vorfreude in Enttäuschung umschlägt. Danke, lieber Lieferdienst!

Wenn Vorfreude in Enttäuschung umschlägt. Danke, lieber Lieferdienst! 📦

Kennt ihr das? Man bestellt sich etwas, auf das man sich schon richtig freut. Man wartet gespannt auf die Lieferung, schaut vielleicht sogar mehrmals in die Sendungsverfolgung und freut sich darauf, das Paket endlich in den Händen zu halten.

Und dann kommt die Nachricht: „Ihre Sendung wurde erfolgreich zugestellt.“

Eigentlich ein Grund zur Freude. Wäre da nicht ein kleines Problem: Das Paket ist überhaupt nicht angekommen!

Genau das ist mir jetzt passiert.

Laut Sendungsverfolgung wurde mein Paket angeblich bei einem Nachbarn abgegeben. Sogar ein Name wurde hinterlegt. Zumindest soll es wohl ein Name sein, denn das, was dort steht, sieht eher aus wie ein unleserlicher Strich.

Das Kuriose an der ganzen Geschichte? Ich war an diesem Tag krank und lag zu Hause im Bett. Ich hätte also mitbekommen müssen, wenn jemand bei mir geklingelt hätte. Aber nichts. Kein Klingeln, kein Paket und auch keine vernünftige Information darüber, wo meine Bestellung tatsächlich gelandet sein soll.

Und nein, ich habe ausdrücklich keine Ablagevereinbarung erteilt!

Gerade bei den aktuellen Witterungsverhältnissen käme es für mich überhaupt nicht infrage, ein Paket einfach vor der Haustür abstellen zu lassen. Ich habe wirklich gute Nachbarn und bin überzeugt, dass hier niemand einfach etwas mitnehmen würde. Aber bei Wind, Regen und schlechtem Wetter lasse ich doch keine wertvolle Bestellung ungeschützt vor meiner Tür stehen.

Und jetzt kommt der Punkt, der die ganze Sache noch ärgerlicher macht.

Wir reden hier nicht von irgendeinem Paket für zwei Euro. Wir reden von einer Bestellung im Wert von knapp 1.000 Euro!

Das ist eine Menge Geld. Und da hört für mich der Spaß endgültig auf.

Was mich an der ganzen Geschichte besonders sprachlos macht: Ich soll jetzt auch noch einen Nachweis erbringen, dass ich das Paket nicht erhalten habe.

Wie bitte soll ich beweisen, dass etwas nicht angekommen ist?

Soll ich meine leere Haustür fotografieren? Ein Bild von meinen leeren Händen machen? Oder vielleicht ein Foto von der Stelle, an der das Paket eigentlich liegen müsste?

Irgendwann reicht es auch mal!

Aus meiner Sicht ist jetzt der Versanddienstleister am Zug. Wenn behauptet wird, dass ein Paket ordnungsgemäß zugestellt wurde, dann erwarte ich auch einen nachvollziehbaren Zustellnachweis. Und zwar einen, aus dem hervorgeht, wer die Sendung tatsächlich entgegengenommen hat.

Ein unleserlicher Strich reicht mir bei einem Warenwert von knapp 1.000 Euro jedenfalls nicht aus.

Und genau das ist es, was mich an der heutigen Zeit immer mehr ärgert.

Wir leben in einer Welt, in der man praktisch alles online bestellen kann. Die Auswahl ist riesig, die Angebote sind teilweise unschlagbar und die Lieferung soll am besten schon am nächsten Tag vor der Haustür stehen.

Aber was bringt einem das alles, wenn man sich am Ende nicht einmal mehr darauf verlassen kann, dass die bestellte Ware auch tatsächlich ankommt?

Ich persönlich bin sowieso eher der Mensch, der seine Sachen gerne direkt im Geschäft kauft. Reingehen, anschauen, vielleicht ausprobieren, bezahlen und mitnehmen. Fertig!

Keine Sendungsverfolgung, kein Warten und vor allem kein Rätselraten, bei welchem unbekannten Nachbarn das Paket angeblich abgegeben wurde.

Leider gibt es aber immer wieder Angebote, die man vor Ort einfach nicht bekommt. Oder der Preisunterschied ist so groß, dass man sich am Ende doch für eine Onlinebestellung entscheidet.

Und dann erlebt man genau solche Geschichten.

Was mich dabei besonders stört, ist nicht einmal nur das fehlende Paket. Fehler können passieren, schließlich arbeiten überall Menschen.

Was mich ärgert, ist diese Selbstverständlichkeit, mit der eine Sendung als zugestellt gilt, obwohl für mich überhaupt nicht nachvollziehbar ist, wo sie geblieben ist.

Ich finde, gerade in einer Zeit, in der immer mehr online bestellt wird, sollte man sich auf eine ordentliche und nachvollziehbare Zustellung verlassen können.

Denn hinter jeder Bestellung steckt schließlich auch jemand, der dafür bezahlt hat und sich vielleicht schon tagelang auf seine Lieferung freut.

Und manchmal geht es dabei gar nicht um den materiellen Wert, sondern einfach um die Vorfreude auf etwas Neues. Wobei bei knapp 1.000 Euro natürlich auch der finanzielle Schaden eine ganz andere Hausnummer ist.

Aus Vorfreude wird Frust. Aus einer Lieferung wird eine Suchaktion. Und aus einem angeblich zugestellten Paket wird ein großes Fragezeichen.

Vielleicht bin ich da etwas altmodisch, aber ich vermisse manchmal die Zeiten, in denen man einfach in ein Geschäft gegangen ist und mit dem, was man haben wollte, wieder nach Hause kam.

Ganz ohne Paketlotterie!

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr solche Erfahrungen auch schon gemacht oder klappt bei euch die Paketzustellung problemlos?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Und selbstverständlich halte ich euch auf dem Laufenden, wie diese Geschichte weitergeht. Denn bei knapp 1.000 Euro werde ich die Sache ganz sicher nicht einfach auf sich beruhen lassen!

Bilderfuxx | Persönliche Gedanken abseits der Kamera

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